Der ganze Gasteig
an einem Ort

Die Generalsanierung des Gasteig ist technisch notwendig und gleichzeitig eine große Chance für München. Damit Bürgerinnen und Bürger nicht auf das Angebot des Gasteig verzichten müssen, ist eine vollständige Auslagerung der Institute während der 5-jährigen Umbau- und Wiederbezugszeit nötig.

45.000 m² gesucht

Um das Gasteig-Angebot auch während des Umbaus aufrechterhalten zu können, musste also ein Ausweichquartier gefunden werden. Aber wo? Der Gasteig verfügt momentan über eine Nutzfläche von über 88.000 m². Obwohl durch diverse „Einsparmaßnahmen“ der Interims-Nutzerbedarf um rund die Hälfte reduziert werden konnte, sind verfügbare Flächen dieser Größenordnung im Münchner Innenstadtbereich rar gesät.

Der Favorit: das Stadtwerke-Areal in Sendling

Mit Unterstützung einer externen Beratungsfirma wurden in einem aufwändigen Prozess mehrere dutzend Grundstücke geprüft und wieder verworfen. Am Ende kristallisierte sich ein klarer Favorit heraus: das Stadtwerke-Areal an der Hans-Preißinger-Straße in Sendling.

Es geht los

Am 24. Januar 2018 entschied sich der Münchner Stadtrat mit großer Mehrheit für dieses Grundstück als Standort des neuen Interimsquartiers. Ab 2021 wird der Gasteig an der Hans-Preißinger-Straße zu erleben sein.

Auf gute Nachbarschaft, Sendling!


Ein Standort voller Vorteile

Was zeichnet das Grundstück an der Hans-Preißinger Straße aus?

  1. Es ist die einzig verfügbare Fläche, die eine Unterbringung aller im Gasteig beheimateten Institute an einem Standort ermöglicht. Bis auf Teilbereiche der Münchner Stadtbibliothek und der Münchner Volkshochschule bleibt es also beim Prinzip „Alles unter einem Dach“.
  2. Das Gelände ist nur 4,5 km vom Stadtzentrum entfernt und liegt damit sehr zentral. Es ist von allen Teilen Münchens aus gut zu erreichen.
  3. Der Standort ist durch den ÖPNV sehr gut erschlossen (die U-Bahnhaltestelle Brudermühlstraße ist beispielsweise nur 400 Meter vom Gelände entfernt). Weitere ÖPNV-Erleichterungen wie Taktverdichtungen und Shuttle-Busse werden momentan geprüft.
  4. Aller Voraussicht nach können Flächen im Großmarktbereich als Parkplätze mitgenutzt werden. Weitere Parkflächen werden zurzeit noch geprüft. Die Anfahrt mit dem Auto ist also gesichert. Es wird keinen ausgeprägten Parkplatzsuchverkehr in Sendling geben.

Die Konsens­lösung
mit den Vormietern

Derzeit sind auf dem Grundstück an der Hans-Preißinger-Straße mehrere Handwerksbetriebe sowie kultur- und kreativwirtschaftliche Nutzer als Zwischenmieter beheimatet. Als klar wurde, dass das Grundstück als Interimsstandort favorisiert wird, suchte der Gasteig in Person seines Geschäftsführers Max Wagner sofort das Gespräch mit den Zwischenmietern. Ziel dieses Dialogs, an dem auch Kulturbürgermeister Josef Schmid und Vertreter der Stadtwerke München teilnahmen, war es, eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Fast alle können bleiben

Und eine solche Lösung wurde gefunden! Auf Basis eines gemeinsamen, zusammen mit dem auf dem Gelände ansässigen Architekten Clemens Bachmann entwickelten Konzepts können aller Voraussicht nach die Meisten der derzeit auf dem Gelände arbeitenden Gewerbetreibenden und Künstler auch während der Interimsphase des Gasteig dort verbleiben.

Die Stadt hilft

Die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt München sowie das städtische Kompetenzteam für Kreativwirtschaft bieten darüber hinaus Unterstützung für all diejenigen an, deren Flächen nicht integriert werden können oder die das Areal proaktiv verlassen möchten. Konkrete Unterstützungsangebote wurden bereits gemacht. Dieser Support wird in den nächsten Monaten und Jahren kontinuierlich weitergeführt. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch die Gasteig-Interimsnutzung nur eine Zwischennutzung des Geländes an der Hans-Preißinger-Straße ist. Ab 2026 werden die Stadtwerke München dort – wie schon länger geplant –Wohnungen bauen.


FAQs – Interims­quartier

Warum braucht es ein Interimsquartier?

Um die Generalsanierung des Gasteig möglichst schnell und anwohnerschonend durchzuführen, muss das Haus während der Umbauzeit vollständig leer sein. Damit die Kunden des Gasteig nahtlos auf sämtliche Gasteig-Angebote zugreifen können, wurde ein optimaler Interimsstandort gefunden: das Gelände an der Hans-Preißinger-Straße in Sendling. Dort ist ab 2021 das gesamte Programm des Gasteig zu erleben.

Was kostet das Interimsquartier?

Die zusätzlichen Kosten für das Interimsquartier betragen insgesamt 90,4 Mio € (Planungs-, Bau- und Mietkosten). Für die Interimsphilharmonie sowie die verwendeten Modulbauten wird nach der Interimszeit voraussichtlich ein beträchtlicher Wiederverkaufserlös erzielt werden, der die Gesamtbelastung entsprechend reduzieren wird. Die Zahlen sind in Relation gesetzt zu den „laufenden“ Kosten des Gasteig-Betriebs, die auch ohne Auslagerung anfallen würden.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Der Bau bzw. Umbau des Interimsquartiers wird im April 2019 starten und Mitte 2021 abgeschlossen sein. Der Startschuss für den Interim-Gasteig wird dementsprechend 2021 erfolgen.

Wie sieht es mit den Parkplätzen aus?

Ein Verkehrsgutachten untersucht momentan den Stellplatzbedarf im Interimsquartier. Man geht von einem etwas geringeren Bedarf als bisher aus, da an der Hans-Preißinger-Straße aus Platzgründen weniger Parallelveranstaltungen stattfinden werden. Darüber hinaus werden momentan Gespräche zur temporären Anmietung von Parkplatzflächen im Bereich des Großmarkts geführt. Ziel ist es, den Suchparkverkehr möglichst vollständig aus dem Sendlinger Quartier herauszuhalten.

Was passiert mit dem Gelände nach der Gasteig-Zwischennutzung?

Im Anschluss an die Interimsnutzung soll die Fläche an der Hans-Preißinger-Straße von den Stadtwerken München – wie schon länger geplant – entwickelt werden. Im Wesentlichen wird dort Wohnungsbau entstehen.

Was passiert mit den bisherigen Nutzern des Areals?

Die Meisten der derzeit auf dem Gelände arbeitenden Gewerbetreibenden und Künstler können auch während der Interimsphase des Gasteig dort verbleiben. Das ist das Ergebnis eines von der Gasteig München GmbH, den Stadtwerken München und dem vor Ort ansässigen Architekten Clemens Bachmann gemeinsam entwickelten Konzepts. Zusätzlich unterstützt die Stadt München all diejenigen, deren Flächen nicht integriert werden können oder die das Areal proaktiv verlassen möchten.