Zwingende Gründe
für die Sanierung

2016 wurde vom Münchner Baureferat eine Bestandsuntersuchung des Gasteig in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Die Hülle des Gasteig ist weitgehend intakt, aber große Teile der technischen Anlagen haben nach über 30 Jahren Laufzeit schon bald ihre Lebensdauer erreicht.

Drohende Schließung

Damit war klar: Der Gasteig muss saniert werden, und zwar bald. Ansonsten ist der Betrieb in naher Zukunft akut gefährdet. Denn jedes noch so kleine Ausfallrisiko bei wichtigen technischen Anlagen (wie z.B. der Sprinkleranlage) würde Teilschließungen oder die sofortige Schließung des Gasteig nach sich ziehen.

Besser gleich richtig

In einem nächsten Schritt wurden verschiedene Sanierungsvarianten entwickelt. Der Vergleich dieser Varianten zeigte: Eine Generalsanierung – also die vollständige Erneuerung aller technischen Anlagen, verbunden mit einer Modernisierung und funktionalen Aufwertung des Hauses – ist die einzig sinnvolle Lösung, um den Gasteig für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten.

Gasteig als Motor der Stadt

Und München braucht einen zukunftsfähigen Gasteig! 2030 werden hier mehr als 1,7 Millionen Menschen leben. Die Stadt wird durch dieses rasante Bevölkerungswachstum noch internationaler und kulturell vielfältiger. Eine Entwicklung, die den Gasteig – Bildungs- und Kulturmotor Münchens – noch unersetzlicher macht, als er es jetzt schon ist.

Die technische Notwendigkeit einer Sanierung ist eine große Chance.
So kann der Gasteig mit München „mitwachsen“ – quantitativ und qualitativ.


25 Einzel­projekte für
eine große Zukunft

Das Nutzerbedarfsprogramm der Generalsanierung besteht aus folgenden 25 Einzelprojekten. Dazu kommen noch die sogenannten „übergeordneten Leistungen“ (Sanierung der Grundleitungen, Erneuerung der Fassade etc.). Über den genauen Umfang der Gasteig-Sanierung entscheidet der Münchner Stadtrat im Herbst 2020.


FAQs – Sanierung

Warum ist die Generalsanierung jetzt nötig?

Nach über 30-jährigem Betrieb haben die technischen Anlagen im Gasteig ihre durchschnittliche Lebensdauer erreicht. Werden sie nicht erneuert, ist der Betrieb des Gasteig gefährdet. Die Sanierung ist also eine technische Notwendigkeit. Diese Notwendigkeit eröffnet aber gleichzeitig die Chance, den Gasteig zu modernisieren und neu aufzustellen. Die zeitgemäße Weiterentwicklung des Gasteig ist eine Investition in die geistige Infrastruktur Münchens, die sich auf Dauer rechnen wird.

Warum wird der Gasteig nicht abgerissen und neu gebaut?

Ein Totalabriss und vollständiger Neubau des Gasteig wäre ca. 150 Mio. Euro teurer als die Generalsanierung. Darüber hinaus wären die Anwohner einer deutlich längeren und höheren Baubelastung ausgesetzt. Nicht zuletzt würde ein radikaler Neuanfang die über 30jährige Erfolgsgeschichte des Gasteig negieren. Viele Besucher und Freunde des Gasteig sind mit dem Haus und seiner Geschichte emotional verbunden.

Was wird die Generalsanierung kosten?

Dem Grundsatzbeschluss zur Generalsanierung, den der Münchner Stadtrat im Juli 2015 fällte, lag ein Kostenansatz in Höhe von netto 410 Mio. Euro zugrunde. Ende 2020 wird der Stadtrat auf Grundlage einer Kostenschätzung endgültig über den genauen Umfang der Sanierung entscheiden. Dann erst werden die voraussichtlichen Sanierungskosten feststehen. Die 2015 genannten 410 Mio. Euro netto gelten als Obergrenze.

Wie wird der neue Gasteig aussehen?

Darauf sind alle gespannt! Mehr wissen wir im Juli 2019. Dann hat der Stadtrat die Entscheidung getroffen, welches Architekturbüro aus dem Vergabeverfahren als Gewinner hervorgegangen sein wird. Das Architekturbüro wird dann im Juli mit der Vorplanung beauftragt.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Das Gasteig-Gebäude in Haidhausen wird Ende 2021 seine Pforten schließen. Momentan rechnet man mit einer Bauzeit von 4 Jahren. Das heißt: Der Gasteig könnte – wenn alles nach Plan verläuft – im Winter 2025 feierlich wiedereröffnet werden. Von Herbst 2021 bis zur Wiedereröffnung wird das Angebot des Gasteigs im Sendlinger Interimsquartier zu erleben sein.