14. Dezember 2017

Gasteig-Interim und Mieter auf einem Gelände

So könnte es gehen!

Eine neue Studie zeigt, wie die Gasteig-Institute und die ansässigen Mieter gemeinsam auf dem Gelände am Heizkraftwerk Süd Platz finden könnten

Die von der Gasteig München GmbH in Auftrag gegebene Studie des Büros Clemens Bachmann Architekten (CBA) wurde am heutigen Donnerstag dem Gasteig-Aufsichtsrat vorgestellt. Kurz zuvor informierte Clemens Bachmann auch die Mieterinnen und Mieter auf dem Gelände an der Hans-Preißinger-Straße, wo sich auch das Büro von CBA befindet. Ziel der Untersuchung war es herauszufinden, ob die auf dem Areal zur Verfügung stehenden Flächen während der Gasteig-Sanierung von den Gasteig-Instituten und den jetzt ansässigen Mietern gemeinschaftlich genutzt werden können.

„Kurz gesagt: Ja, es geht!“, so Architekt Clemens Bachmann zum Ergebnis seiner Untersuchung. „Wir haben in den letzten Wochen in enger Zusammenarbeit mit dem Gasteig wirklich jeden Quadratmeter mehrmals unter die Lupe genommen. Wir können tatsächlich beide Nutzungen unterbringen. Ein Großteil der Mieter könnte so auf dem Gelände bleiben.“

Dazu soll das Areal, so der Entwurf, stark nachverdichtet werden. Die meisten der bereits ansässigen Mieter würden in den bestehenden Gebäuden bleiben. Die Gasteig-Institutionen könnten auf den freien Flächen in neuen Interimsbauten mit bis zu sechs Geschossen unterkommen. Zentrum des Areals wäre nach wie vor die denkmalgeschützte, ehemalige Trafo-Halle der Stadtwerke sowie der als Zwillingsbau angegliederte Konzertsaal in Holzmodulbauweise.

„Das sieht auch optisch sehr gut aus“, sagt Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner. „Aus einem vermeintlichen Gegeneinander ist ein produktives Miteinander geworden. Der Knoten ist jetzt geplatzt und wir können dem Stadtrat eine gemeinsame Lösung vorschlagen, die allen Seiten Gewinne bringt.“
Der Entwurf müsse allerdings noch planungsrechtlich geprüft werden. Der Gasteig will dies möglichst schnell in einem Vorbescheidsverfahren bei der Lokalbaukommission klären.

Auch im Aufsichtsrat der Gasteig München GmbH ist der neue Entwurf sehr positiv aufgenommen worden. Bürgermeister Josef Schmid, Vorsitzender des Aufsichtsrates, sagt: „Unser Ziel war von Anfang an: Wir wollen möglichst viele Zwischenmieter auf dem Areal mit unterbringen. Der Gasteig München GmbH sowie dem Architekturbüro vor Ort ist mit dem jetzigen Vorschlag ein großer Wurf gelungen. Sowohl die Interessen der Kulturstadt München als auch der zahlreichen Mieter vor Ort könnten so bestmöglich zusammengeführt werden.“

Das meinen auch die Mieterinnen und Mieter auf dem Gelände an der Hans-Preißinger-Straße: „Wir sind alle sehr froh über die Entwicklungen in den letzten Wochen“, sagt Mirco Taliercio, einer der Sprecher der Mieter. „Wir sind aufeinander zugegangen und alles geht in eine sehr gute Richtung. Gemeinsam mit dem Gasteig könnte nach dem neuen Entwurf etwas sehr Attraktives entstehen, was es so in München noch nicht gegeben hat.“

Die Entscheidung über den Standort des Gasteig während der notwendigen Generalsanierung wird der Münchner Stadtrat voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres treffen.


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