Wir für den Neuen Gasteig

»Die einmalige Chance, bis heute vermisste Aspekte in unserem Kulturzentrum zu verwirklichen.«

Prof. Dr. Eckard Heintz,
erster Geschäftsführer der Gasteig München GmbH (1982-1998)

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»Als erster Geschäftsführer der Gasteig München GmbH (1982-1998) verfolge ich bis heute mit Herzblut und rationaler Urteilskraft die Geschichte des Münchener Kulturzentrums, von dem schon der Oberbürgermeister Joachim Vogel in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts als 'Volkshaus der Kultur' geträumt hatte.
Seit der Voll-Eröffnung des Gasteig mit der Philharmonie am 10. November 1985 sind viele Träume trotz anfänglicher Zweifel und Widerstände wahr geworden. Dazu gehört die Vielfalt der Veranstaltungs- und Bildungsstätten, die vom Münchener Kultur-Publikum und den kreativen Kräften aus aller Welt zunehmend angenommen und geschätzt wurde und wird.
Unterstellt, dass die von Fachleuten geprüften Sanierungmaßnahmen dringend erforderlich sind und deren Umsetzung nicht ohne Eingriffe in die bestehende Bausubstanz möglich ist, öffnet sich damit die einmalige Chance, bis heute vermißte Aspekte in unserem Kulturzentrum zu verwirklichen.
Stichworte u.a.: Akustische Verbesserung der Philharmonie, Erweiterung des Bühnenbereichs des Carl-Orff-Saals, vor allem aber die Schaffung großzügiger Foyer-Flächen, um 'freie' Veranstaltungen wie eine erweiterte Bücherschau (mit Lese-Zonen), 'Tage der Instrumenten-Bauer' (mit kleinen Werkstatt-Vorführungen), Bilder-Ausstellungen der VHS-Malschulen etc. zu ermöglichen. Auch kommerzielle Veranstaltungen (deren Mieteinnahmen der Gasteig-Finanzierung gut tun) könnten wieder unter unserem früheren Motto 'Tagen mit Kultur' ermöglicht werden.
Selbst wenn infolge derzeitiger finanzieller Engpässe im Stadt-Säckl hie und da der Rotstift angesetzt werden muß (das geschah in den Baujahren des Gasteig 1978-1985 auch!), hoffe ich auf die Verwirklichung des Henn-Architektur-Entwurfs.«
Prof. Dr. Eckard Heintz